Warum Abnehmen keine Frage der Disziplin ist

Shownotes

In dieser Folge erfährst du: • Das missverstandene Orchester: Warum dein Körper kein fehlerhafter Taschenrechner ist, sondern ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Mechanorezeptoren (Magen) und Chemorezeptoren (Darm). • Die 20-Minuten-Verzögerung: Warum unser Gehirn beim Essen quasi mit einer "Internet-Verzögerung" läuft und wir unsere eigene Biologie im Alltag oft einfach überholen. • Leptin & Ghrelin: Wie die Hormone des Langzeit-Sättigungssystems funktionieren und was bei einer sogenannten Leptin-Resistenz im Gehirn schiefläuft. • Die legendäre Kartoffel-Studie: Warum gekochte Kartoffeln dreimal so satt machen wie Weißbrot und wie moderne Lebensmittel unsere Dehnungssensoren austricksen. • Psychologische & mechanische Bremsen: Was die Wissenschaft aus Salzburg über achtsames Kauen sagt und wie eine französische Innovation namens Balance Alligator rein mechanisch und ohne Chemie dabei helfen will, das Sättigungssignal wieder zu rekalibrieren.

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00:00:00: Also, äh... du kennst es bestimmt.

00:00:02: Du hast dir wirklich fest vorgenommen dich gesünder zu ernähren Den ganzen Tag über was du unfassbar diszipliniert

00:00:10: Mhm, kenne ich

00:00:11: Genau!

00:00:11: Du hast das süße Gebäck in der Konferenz ignoriert und dann abends um acht auf der Couch spricht der Damm Du ist nicht nur ein Stück Schokolade sondern direkt mal die Albetafe.

00:00:21: Ja und man fragt sich was da eigentlich gerade passiert ist

00:00:24: Richtig.

00:00:25: Und während du dich noch fragst wo deine Willenskraft auf einmal geblieben ist stellst du fest dass du dich eigentlich irgendwie immer noch nicht richtig satt fühlst.

00:00:32: Das ist der Klassiker.

00:00:34: ja!

00:00:34: Warum

00:00:34: scheitert unser Vorhabengewicht zu verlieren, also so verdammt oft?

00:00:38: Obwohl wir uns eigentlich für sehr diszipliniert halten.

00:00:41: Genau das ist die Frage, der wir heute in unserem Deep Dive auf den Grund gehen wollen.

00:00:45: Da gibt es nämlich ziemlich spannende Antworten drauf.

00:00:49: Unsere Mission heute ist es... die verborgene Wissenschaft des Setigungsgefühls zu entschlüsseln.

00:00:56: Und zwar einmal von der psychologischen Seite, aber und das finde ich mega spannend auch von einer überraschend simplen rein mechanischen Seite.

00:01:05: Genau wir stützen uns da heute auf einen sehr bunten, aber hochkarätigen Mix an Quellen.

00:01:10: Richtig.

00:01:11: Wir haben medizinische Einträge zur Physiologie, Ratgeber von Krankenkassen wie der AOK, wissenschaftliche Studien vom Deutschen Gesundheitsportzahl und der CAB Digital Library Und wir schauen uns Produktdaten und Transkrypte zu einer Innovation namens Balance-Oligator an.

00:01:29: Naja das Ding ist halt...wir machen in unserer Gesellschaft fast immer so eine fehlende Disziplin dafür verantwortlich wenn jemand zunimmt oder eben nicht abnehmen kann.

00:01:37: Mhm, das ist immer dieses Reistich halt zusammen.

00:01:40: Exakt!

00:01:41: Wir fokussieren uns fast schon manisch auf das Kalorienzellen oder auf rein Verzicht aber wenn wir uns die physiologischen Grundlagen mal etwas genauer ansehen wird sehr schnell klar dass wir unseren eigenen Körper oft wie so einen ja wie ein fehlerhafter Taschenrechner behandeln.

00:01:59: Wobei er das hier überhaupt nicht ist?

00:02:01: Überhaupt nicht.

00:02:02: Er ist

00:02:02: vielmehr

00:02:03: ein hochkomplexes, hormonelles und mechanisches Orchester das in unserer modernen Umgebung einfach völlig falsche Signale sendet.

00:02:12: Oder eben die richtigen Signaleschlichtwerke gar nicht mehr empfängt?

00:02:15: Okay lass uns das mal kurz auspacken!

00:02:17: Wenn ich esse woher weiß mein Körper denn dann überhaupt dass er aufhören soll?

00:02:23: Das is keine einfache An-Ausschalter Sache.

00:02:26: Die Schaltzentrale für dieses gesamte System sitzt tief im Gehirn – im Hypothalamus.

00:02:32: Okay, der Hypothalamus.

00:02:33: Genau!

00:02:33: Der ist quasi der Dirigent.

00:02:35: Er verarbeitet ununterbrochen Daten aus dem ganzen Körper um zu entscheiden ob wir Energie brauchen oder eben ob wir genug haben.

00:02:44: und das Faszinierende dabei ist dass diese eigentliche Arbeit also das Sammeln der Daten schon direkt im Magen beginnt.

00:02:51: Im Magen?

00:02:52: Durch die Ausdehnung dann oder wie?

00:02:54: Exakt

00:02:55: Dort sitzen die sogenannten Mechanorezeptoren.

00:02:58: Das sind im Grunde ganz feine Dehnungssensoren in der Magenwand, sobald da Nahrung ankommt und den Magen physisch ausdehnt, feuern diese Rezeptoren ein Signal ab.

00:03:07: Ah verstehe!

00:03:08: Sie melden also quasi hey hier kommt Volumen an, die Wand spannt sich es wird langsam voll.

00:03:12: Richtig

00:03:13: Und diese Information muss ja dann irgendwie hoch zum Hypotalamus.

00:03:17: das passiert hauptsächlich über den Vargusnerv.

00:03:21: Das ist der zehnte Hirnnerv.

00:03:23: Stell dir das vor wie ein riesiges Glasfaserkabel, dass sich vom Gehirn bis runter in den Bauchraum zieht.

00:03:29: Krass!

00:03:29: Okay...

00:03:30: Das ist die wichtigste Datenautobahn für den Teil unseres Nervensystems, der für Ruhe und Verdauung zuständig ist.

00:03:36: Die Mechanorezeptoren registrieren also die Dehnung und schießen elektrische Impulse über dieses Kabel direkt ins Gehirmen?

00:03:42: Aber Moment mal, da muss ich kurz einhagen.

00:03:45: Wenn es nur um die Dehnung der Magenwand ginge, dann könnte ich ja eigentlich vor jeder Mahlzeit einfach mal einen Liter Wasser auf X trinken.

00:03:53: Dann würde der Magensicher massiv dehnen, der Vargusnerv würde feuern und ich wäre total satt.

00:03:59: aber in der Realität bin ich nach einem Liter Wasser zwar irgendwie voll habe aber meistens trotzdem noch Hunger auf eine Pizza.

00:04:05: Ja,

00:04:06: das wäre schön einfach.

00:04:08: Aber das System ist zum Glück ein bisschen schlauer als das!

00:04:11: Die reine Magenfüllung ist... Das ist nur das allererste Signal.

00:04:15: Ein paar Stationen weiter sitzen dann die Chemorezeptoren.

00:04:19: Okay wo genau sitzen sie?

00:04:20: Sie sitzen im Darm und auch in der Leber.

00:04:24: Wenn die Mechanorezepturen die Dehnungs-Sensoren sind, dann sind diese Chemoreceptoren quasi die kleinen Laboranten unseres Körpers.

00:04:32: Ah, die analysieren denn das Essen Genau.

00:04:35: Die analysieren die chemische Zusammensetzung der Nahrung, die aus dem Magen in den Dünndarm übertritt.

00:04:41: Die messen ganz exakt wie hoch ist der Proteinanteil?

00:04:44: Wie viel Fett ist dabei?

00:04:46: Welche Art von Kohlenhydraten?

00:04:48: Das

00:04:48: heißt das Gehirn wartet auf beide Mehls Sozusagen.

00:04:51: Perfekt

00:04:51: zusammengefasst!

00:04:53: Erst wenn diese beiden Informationsströme, also die physische Dehnung aus dem Magen und diese chemischen Nährstoffmeldungen aus dem Darm im Hypotalamus zusammenlaufen und auch wirklich übereinstimmen dann erst entsteht dieses tiefe echte Gefühl von Sättigung.

00:05:09: Okay das erklärt zumindest dieses unmittelbare Sättigungsgefühl bei einer Mahlzeit.

00:05:14: Aber in den Datenbanken der Krankenkassen liest man ja auch immer wieder von einem viel langfristigeren System, also einem hormonellen System das steuert wie hungrig wir über den ganzen Tag hinweg sind.

00:05:26: Richtig!

00:05:26: Da kommen dann Leptin und Grillin ins Spiel.

00:05:29: Das sind so die langfristigen Hauptdarsteller.

00:05:32: Leptine und Grillin.

00:05:33: Grillin

00:05:34: ist dabei das Hungerhormon.

00:05:36: Es wird hauptsächlich in der Magenschleimhaut produziert wenn der Magen eben leer ist.

00:05:42: Es wandert zum Gehirn und sagt, hey, such dir mal was zu essen.

00:05:45: Und wenn wir dann essen, sinkt dieser Spiegel wieder!

00:05:48: Und Leptin ist der Gegenspieler?

00:05:50: Genau – Leptinn ist das Sättigungshormon.

00:05:53: Das Verrückte ist, dass wird direkt in unseren Fettzellen produziert.

00:05:58: Es ist quasi das Langzeitsignal ans Gehirnen, das sagt Wir haben noch ausreichend Energiereserven an Bord.

00:06:04: Entspann dich du musst nicht jagen gehen.

00:06:06: Ähm aber warte mal….

00:06:08: Wenn Leptín in den Fettsellen produzieren wird Dann müsste doch jemand mit Staat im Übergewicht, der ja logischerweise mehr Fettsellen hat auch extrem viel mehr Leptin in Blut haben.

00:06:19: Exakt!

00:06:20: Also müsste das Gehirn bei übergewichtigen Menschen doch eigentlich ununterbrochen das Signal bekommen dass der Körper randvoll mit Energie ist?

00:06:29: Da dürfte doch theoretisch gar kein Hungergefühl mehr entstehen.

00:06:32: und da hast du genau den zentralen Fehler im System gefunden.

00:06:37: Viele Menschen, die mit Übergewicht kämpfen entwickeln nämlich eine sogenannte

00:06:43: Leptinresistenz.

00:06:45: Okay wie kann ich mir das vorstellen?

00:06:47: Stell dir vor du gehst in einen kleinen Raum in dem jemand gerade ein extrem starkes schweres Parfüm versprüht hat.

00:06:54: Oh furchtbar!

00:06:56: Ja im ersten Moment ist es total überwältigend aber wenn du dann eine Stunde in diesem Raum bleibst nimmt dein Gehirn diesen Geruch irgendwann einfach gar nicht mehr wahr.

00:07:06: Es blendet dieses ständige, überlaute Signal komplett

00:07:12: aus.

00:07:12: Genau das passiert bei starkem Übergewicht mit dem Leptin!

00:07:16: Es schwimmt zwar massenhaft von diesem Sättigungshormon im Blut aber die Rezeptoren im Hypothalamus sind völlig desensibilisiert.

00:07:24: Das Gehirn hat es einfach nicht mehr.

00:07:27: Paradoxerweise denkt das Gehirnen dann trotz dieser riesigen Energiereserven auf den Hüften.

00:07:32: der Körper würde jeden Moment verhungern und feuert dann erst recht Gerillin ab, um neuen Hunger auszulösen.

00:07:39: Das ist ja ein völlig verheerende Teufelskreis!

00:07:41: Und zu diesen hormonellen Problemen kommt dann hier auch noch ein massives mechanisches Problem... dass wir uns in unserer modernen Lebensweise selbst eingebrockt haben – der Zeitfaktor.

00:07:53: Ohja….

00:07:54: Es dauert laut den Quellen im Durchschnitt etwa zwanzig Minuten bis der Hypotalamus überhaupt alle Signale verarbeitet hat.

00:08:00: Zwanzig Minuten?

00:08:02: Wenn man sich das mal überlegt bis diese Dehnung der Magenwand und die Nährstoffanalysen aus dem Darm gemeldet haben, dass wir voll sind.

00:08:09: Aber viele von uns schaufeln heute ihr Mittagessen in zehn Minuten in sich

00:08:13: rein.".

00:08:13: Da überholen wir unsere eigene Biologie einfach komplett!

00:08:17: Bis das Signal mal im Gehirn ankommt, haben wir oft schon die doppelte Menge an Kalorien aufgenommen, die wir eigentlich gebraucht hätten...

00:08:23: Also verstehe ich das richtig?

00:08:24: Unser Gehirn läuft beim Essen quasi mit einer zwanzigminütigen Internetverzögerung, während wir in absolutem High-Speed eine ganze Pizza herunterladen.

00:08:34: Immer gemacht!

00:08:35: Da gibt es diese superbekannte Studie aus dem Jahr nineteenhundertfünfundneunzig

00:08:39: Die Holzstudie Richtig.

00:08:41: Wichtig!

00:08:42: Die Forscher wollten wissen, wie stark verschiedene Lebensmittel setzigen wenn man dem Probanden exakt die gleiche Kalorienmenge gibt – nämlich genau zweihundertvierzig Kilo Kalorin.

00:08:52: Weißbrot war dabei der Basiswert von hundert Prozent.

00:08:56: Ich

00:08:56: fand die Ergebnisse bei der Recherche echt unfassbar.

00:08:58: Gekochte Kartoffeln kam auf einen Sättigungsindex von sattem dreihundertdreiundzwanzig Prozent.

00:09:04: Die machen also über drei Mal so satt wie Weiß Brot bei exakt gleicher Kalorianmenge.

00:09:09: Ein Croissant dagegen lag bei Schlappem siebenundvierzig Prozent.

00:09:12: Und das zeigt perfekt, wie wir heute unsere Mechanorezeptoren völlig austricksen!

00:09:18: So ein Croissant ist extrem dicht an Energie – also Fett- und Kohlenhydrate – aber es bringt halt physikalisch kaum Volumen in den Magen.

00:09:26: Stimmt da dehnt sich ja fast nichts.

00:09:28: Genau der Vargosnerf bleibt stumm… und du isst einfach weiter... Eine gekochte Kartoffel bringt dagegen viel Wasser und Ballaststoffe mit.

00:09:36: Die füllt den Magen physisch richtig aus, drückt gegen diese Dehnungssensoren und löst das Sättigungssignal viel früher aus – obwohl du kalorientechnisch genau gleich auf bist!

00:09:46: Okay

00:09:46: wenn wir also diese unveränderliche zwanzigminütige biologische Verzögerung haben und unsere moderne Nahrung oft kaum Volumen liefert dann ist ja die erste logische Lösung dass wir einfach viel, viel langsamer essen müssen.

00:10:00: Genau das ist der psychologische Hebel!

00:10:02: Wir müssen dem Körper überhaupt erstmal die Chance geben dieses Signal zu senden.

00:10:07: In der Ernährungsmedizin redet man da immer von Achtsamkeit und intensivem Kauen.

00:10:12: Dazu gab es diese sehr aufschlussreiche Studie aus Salzburg im deutschen Gesundheitsportal.

00:10:18: Die hatten forty-sech Teilnehmer über acht Wochen in Weg begleitet Und die haben so ein spezielles Training bekommen Eine Kombi aus Achtsamkeit beim Essen und extrem bewusstem, langen Kauen.

00:10:30: Da ging es echt darum die Textur zu spüren und das Besteck auch mal aktiv

00:10:35: wegzulegen.".

00:10:36: Und die Ergebnisse waren ja wirklich signifikant!

00:10:39: Die Gruppe mit diesem Cow Training konnte ihren BMI richtig schön reduzieren….

00:10:43: …ja sie hatten deutlich weniger von diesen Food Cravings also Heißhungerattacken.

00:10:48: Und was ich noch spannender fand, dieses typische emotionale Essen bei Stress ging massiv zurück.

00:10:54: Wahnsinn oder?

00:10:55: Total!

00:10:56: Die Leute fingen an wieder intuitiv zu spüren wann sie echten Hünger hatten und dieser Effekt hielt sogar noch Wochen nach der Studie an.

00:11:04: Das liegt halt daran dass dieses intensive Kauen quasi der Startschuss für die gesamte hormonelle Sättigungskaskade ist.

00:11:11: Wir brechen die Zellwände auf Was den Chemorezeptoren im Darm später die Arbeit extrem erleichtert

00:11:17: Und die Verdauungsenzyme im Speichel legen auch schon los, oder?

00:11:20: Genau.

00:11:20: Und ganz nebenbei strecken wir halt die Zeit der Nahrungsaufnahme künstlich in die Länge!

00:11:25: Wir überbrücken genau diese zwanzig Minuten Verzögerung – deshalb brennt ja auch die AOK jeden Bissen zwanzzig bis dreißigmal zu Kauen.

00:11:33: Und man soll auf einer Skala von eins bis zehn vorher bewerten wie hungrig man eigentlich ist kleine Portionen anrichten und vor allem keine Bildschirme beim Essen weil Ablenkung uns die Signale komplett ignorieren lässt.

00:11:45: In der Theorie klingt das auch alles wunderbar.

00:11:48: Aber

00:11:48: ganz ehrlich und hier muss ich echt mal einlenken, wenn ich in meiner fünfzehn-minütigen Mittagspause stecke zwischen zwei Meetings mein Postfach überquillt.

00:11:57: Das ist doch völlig unrealistisch dass sich jeden Bissen meines Sandwiches da andächtig dreißig Mal kaue.

00:12:03: Was machen denn die Leute für diese psychologische Bremse im Alltag einfach scheitert?

00:12:07: Hier wird es wirklich interessant.

00:12:10: An dem Punkt verlassen wir nämlich die Psychologie Und schauen uns rein mechanische Lösungen an.

00:12:15: Okay.

00:12:15: Wenn wir im Alltag nicht langsam genug essen können, müssen wir die Dehnungssensoren in Marken halt auf andere Weise aktivieren damit sie das Vargusnerfsignal ans Gehirn schicken.

00:12:25: Und genau da tauchte bei unserer Recherche diese Innovation auf Der Balance Alligator.

00:12:31: Das ist eine Erfindung von einem praktizierenden Wisterarchirogen aus Frankreich Dr.

00:12:37: Jean-Pierre Alibi.

00:12:39: Der hat das über zwei Jahre entwickelt und dafür für die Goldmedaille auf dieser berühmten Pariser Erfindermesse gewonnen.

00:12:47: Und dass er Wiss-Zeralchirurg ist, ist hier das absolute Schlüssel-Element!

00:12:52: Ein Wiss zeralcher Chirurg operiert ja am offenen Bauchraum – der weiß aus täglicher Praxis exakt auf den Millimeter wo diese Dehnungsrezeptoren im oberen Magen dem sogenannten Fundus sitzen.

00:13:04: Okay und wie funktioniert das Ding jetzt?

00:13:05: Das ist im Grunde ein Gürtel mit einer integrierten, aufblasbaren Luftkammer.

00:13:10: Und der baut exakt auf diesem anatomischen Wissen auf!

00:13:21: Aber mein allererster Gedanke war, das klingt ja wie ein viktorianisches Korsett.

00:13:25: Oh nein nein!

00:13:26: Wird man da nicht einfach brutal am ganzen Rumpf zusammengequetscht bis einem die Luft weg bleibt?

00:13:31: Verscheidung

00:13:32: wir reden hier nicht von irgendeinem flächendeckenden Einschnüren.

00:13:35: der Druck von dieser Luftkammer ist extrem lokal begrenzt und sehr sanft.

00:13:40: also wirklich nur auf diesen einen Magenbereich

00:13:42: ausschließlich auf den oberen Magenbereich.

00:13:45: Du baust da von außen einen sanften pneumatischen Druck auf und das simuliert für die Sensoren im Inneren quasi eine Magenfüllung.

00:13:54: Das effektive Magenvolumen wird leicht verringert, die Mechanorezeptoren werden sanft gedrückt und registrieren das als Ah wir dehnen uns!

00:14:02: Hier ist Volumen und zack feuern sie das Sättigungssignal ab ohne dass du auch nur einen Bissen gegessen hast

00:14:08: Und das Manometer ist dann dafür da, dass man es nicht übertreibt.

00:14:11: Exakt!

00:14:12: Du findest damit ganz präzise diesen Sweet-Sport der das Signal auslöst ohne dass es irgendwie unangenehm drückt und wenn du den Druck hast klickst du die Pumpe einfach ab.

00:14:22: Das ist echt faszinierend analog.

00:14:24: aber wir müssen das jetzt mal in den Kontext unsere aktuellen Zeit setzen.

00:14:27: momentan haben wir ja diesen absoluten allgegenwärtigen Hype um diese Abnehmenspritzen.

00:14:32: Oh ja, Semaglutit und Co.

00:14:33: Genau!

00:14:34: Wenn ich mir das Sättigungsgefühl doch einfach mit einer wöchentlichen Spritze chemisch holen kann... Warum sollte ich mir dann vor dem Essen einen Gürtel umschneiden und da Luft reinpumpen?

00:14:43: Weil der Kontrast zwischen diesen Ansätzen gigantisches.

00:14:46: Diese Spritzen greifen massiv und rein chemisch in unseren hochkomplexen Stoffwechsel ein.

00:14:51: Die imitieren ja Hormone

00:14:53: Was ja auch wirkt offensichtlich.

00:14:55: Klar,

00:14:55: das ist hochwirksam!

00:14:56: Aber schau dir mal die medizinischen Quellen und Beipackzettel an – sie haben oft erhebliche Nebenwirkungen von permanenter Übelkeit über gastrointestinale Probleme bis hin zu richtig signifikante Muskelabbau.

00:15:08: Puh,

00:15:09: ja… Und man darf ja nicht vergessen... Man begibt sich der oft in einer lebenslangen Abhängigkeit quasi so eine medizinische Abofalle?

00:15:18: Richtig.

00:15:19: Sobald man die Spritze absetzt, ist das künstliche Hormonsignal weg Der unbändige Hunger ist sofort wieder da und der Jojo-Effekt schlägt voll zu, weil die eigentliche Ursache ja nie behoben wurde.

00:15:29: Exakt!

00:15:30: Und der Gürtel ist halt im Gegensatz dazu ein reines Low-Tech-Instrument.

00:15:35: Keine Chemie, keine Nebenwirkungen greift nicht in den Stoffwechsel ein und er kostet einmalig knapp zweihundert Euro während Leute für die Spritzen das oft im Monat zahlen.

00:15:44: Das

00:15:44: stimmt – und die Datenpunkte, die wir dazu gefunden haben sind schon beachtlich.

00:15:48: Der CEO des Unternehmens hat damit selbst neunzehn Kilo abgenommen Und in den Erfahrungsberichten gab es eine Kundin Ilona, die hat in drei Monaten dreizehn Kilo verloren.

00:15:58: Und noch wichtiger bei ihr?

00:16:00: Dreizehn Zentimeter Bauchumfang!

00:16:02: Genau da wollte ich darauf hinaus.

00:16:03: warum ist das medizinisch eigentlich noch viel relevanter als die reine Kilozahl auf der Waage?

00:16:09: weil Fett nicht gleich fett ist.

00:16:11: Das Unterhautfett an Hüften oder Beinen ist relativ inaktiv, aber das Fett im Bauchraum, das sogenannte viszerale Fett, dass unsere Organe umgibt – das ist hormonell hochaktiv!

00:16:23: Das funktioniert wie ein eigenes Organ und pumpt ununterbrochen entzündungsfördernde Stoffe in den Körper.

00:16:31: Die WHO warnt da ganz klar, bei Frauen über eighty- achtzig Zentimeter Bauchumfang und beim Männern über hundert zwei Zentimeter steigt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Typ II Diabetes massiv an.

00:16:44: Dreizehn Zentimeter weniger ist er ein gigantischer gesundheitlicher Erfolg!

00:16:49: Aber das Spannendste an den YouTube-Transkripten zum Balancealligator fand ich die Langzeitwirkung.

00:16:53: Der Götel verhindert nämlich anscheinend aktiv diesen Joyoeffekt, wenn man den Magen durch diesen sanften Druck dazu bringt sich bei normalen Portionen voll anzufühlen gewöhnt sich der Körper ja wieder daran und der Magen, der ein Muskel ist passt sich an

00:17:10: Genau!

00:17:11: Das ist der Punkt.

00:17:12: hier schließt sich nämlich der Kreis zu unserer Biologie vom Anfang.

00:17:16: Wenn du das über Monate machst, gibst du dem System die Chance sich komplett zu rekalibrieren.

00:17:22: Also auch diese Leptinresistenz?

00:17:23: Ja!

00:17:24: Die kann sich zurückbilden.

00:17:26: Das Gehirn lernt wieder auf das echte Sättigungssignal zu hören.

00:17:30: Viele spüren diesen Effekt dann noch extrem wenn sie den Gürtel irgendwann gar nicht mehr tragen.

00:17:36: Was so das ist für mich als hättest du ein Auto mit einer kaputten Tankanzeige Die die ganze Zeit rot blinkt.

00:17:42: Okay!

00:17:42: Die Abnehmenspritze ist so, als würdest du einfach ein Stück schwarzes Klebeband über das blinkende Licht kleben.

00:17:49: Du siehst es nicht mehr aber das System ist immer noch komplett im Eimer.

00:17:53: Der Gürtel dagegen der repariert quasi rein mechanisch den Schwimmer tief unten im Tank sodass die Anzeige vorne endlich wieder stimmt.

00:18:01: Er ist eigentlich nur das Stützrad bis man wieder selbst fahren kann.

00:18:04: Das is eine fantastische Metapher.

00:18:08: Genau so funktioniert es.

00:18:10: Und wenn wir das jetzt zum Schluss mal mit dem großen Ganzen verbinden, die Kernaussage für dich, die du hier hörst ist wirklich entscheidend!

00:18:18: Du scheiterst nicht an einem schwachen Charakter oder mangelnder Disziplin.

00:18:23: Dein biologisches System bekommt in unserer modernen Welt einfach nur völlig falsche Signale und verarbeitet sie viel zu spät.

00:18:33: Achtsame Kaun versucht dem Gehirn wieder die nötige Zeit zu verschaffen?

00:18:38: Oder ob man durch so einen sanften Druck von außen nachhilft, der Schlüssel liegt eigentlich immer nur in der Reaktivierung der körpereigenen Mechanik.

00:18:46: Ganz genau!

00:18:47: Und das bringt mich zu einem letzten Gedanken den ich dir heute mitgeben möchte.

00:18:51: wenn wirklich simpelste analoge Physik ausreicht um unsere scheinbar komplett kaputten tief verwurzelten Sättigungssignale zu reparieren Welche anderen natürlichen Instinkte haben wir in unserer völlig überladenen, modernen Welt eigentlich noch komplett stumm geschaltet?

00:19:07: Oh das ist eine gute Frage.

00:19:09: Und wo würde uns vielleicht auch da ein ganz kleiner analoga Schubs genügen anstatt direkt immer sofort auf hochkomplexe Technologien oder harte Chemikalien zu setzen?

00:19:20: Denkt einfach mal drüber nach!

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